Dienstag, 19. August 2008

Änderung der bisherigen Bauplanung und ein verregnetes Wochenende


Nach dem herzlichen Willkommensfest am Freitag Nachmittag saßen am Abend einige von uns zusammen in der Rundhütte und diskutierten über die Veränderungen in der Bauplanung. Viele Fragen waren ungeklärt und noch nicht ganz verstanden. Man fühlte sich teilweise etwas überrumpelt von der Situation und war erstmal ziemlich enttäuscht, da man ja mit einem anderen Ausgangspunkt von Europa aus gestartet war.Um diese Punkte gemeinsam zu beleuchten und von unseren eigentlichen Erwartungen Abstand zu nehmen, setzten wir uns im Laufe des Samstags alle noch mal zusammen.

In der großen Runde stellten wir dann fest, dass dieses Gefühl überrumpelt worden zu sein, mitunter stark an der Kommunikation untereinander lag und wir diesen Schwachpunkt unbedingt stärken und weiter ausbauen wollen. Diese „Krisensitzung“ half vielen die Situation anzunehmen und auch anzuerkennen. Diese unerwarteten Dinge, denen wir immer wieder begegnen, sind wichtige Prozesse die uns immer fester zusammenbringen.
Auch das sind die Erfahrungen die man hier macht, flexibel zu sein, das anzunehmen was uns hier entgegen tritt. ...so ein paar schöne Sätze von Insa...

Um hier direkt noch mal anzuknüpfen und diesen Punkt der Bauplanung auch für Außenstehende etwas transparenter zu machen, schreiben wir nochmals wie es dazu kam:
Es ist nun so das die beiden Klassenräume in diesem Workcamp nicht zu stemmen sind und daher vorerst nicht gebaut werden können.
In der ersten Woche wurde deutlich das der bestehende Septic Tank (Abwassertank) am überlaufen ist und man nicht wie geplant die neuen Abwasserrohre vom Toilettenblock dort hinein leiten kann. Es stand fest, ein neuer Septic Tank muss her. Und da mehr Kinder bekanntermaßen auch mehr Toiletten benötigen wäre es falsch gewesen zuerst die neuen Klassenräume zu errichten. Zudem wäre es, finanziell und auch zeitlich gesehen, nicht mehr realisierbar gewesen da der Septic Tank und die Klassenräume beides sehr große Bauabschnitte sind.

Nun zum vergangenen Wochenende...

Zunächst hatten wir vor am Samstag etwas die Gegend zu erkunden und auch mal über die näheren Hügel zu blicken, doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Es regnete den ganzen Samstag und auch den Sonntag. Die Luft kühlte ab und es war nicht sonderlich gemütlich sich im freien aufzuhalten. So hatte diese kurze Bauunterbrechung einen eher verstreuten Charakter. Der ein oder andere las ein Buch, surfte im Internet oder plante die ein oder andere Vorgehensweise was einzelne Bauabschnitte anging. Oft sah man Leute auch einfach nur Schlafen oder miteinander Sprechen. Am Sonntag ging ein Großteil von uns am Morgen in die Kirche, wobei ein Teil auch mal in Ruhe ausschlafen wollten und einfach in den Tag hinein lebte.

von Flurin

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